ERNST BUSCH – Der letzte Prolet

Jochen Voit
Sophia Hirsch
2020

Europäische Diktatur- und Demokratiegeschichte des 20. Jahrhunderts sinnlich erfahrbar zu machen − so lautet das Ziel des biografischen Comicprojekts, das der Autor Jochen Voit zusammen mit dem Dramaturgen Jean-Baptiste Coursaud und der Zeichnerin Sophia Hirsch entwickelt. Im Mittelpunkt der Graphic Novel steht der Sänger, Schauspieler und Politaktivist Ernst Busch (1900-1980). Er ist im kollektiven Gedächtnis vor allem akustisch verankert. Busch war in der Weimarer Republik der Moritatensänger in der Verfilmung der Dreigroschenoper („Und der Haifisch, der hat Zähne...“), sang während der Nazizeit im Exil in London und Moskau („Wohin auch das Auge blicket...“), im Spanischen Bürgerkrieg bei den Internationalen Brigaden („Spaniens Himmel breitet seine Sterne...“) und nach 1945 in Ostberlin („Die Partei, die Partei, die hat immer Recht...“). Was Ernst Busch sang, sprach und spielte, oszillierte zwischen Kunst und Propaganda, zwischen Ideologie und Entertainment. Sein Ruhm als Künstler ist heute verblasst, doch einst war er eine Ikone der Linken, in einem Atemzug genannt mit Künstlern wie Yves Montand, Pablo Picasso und Bertolt Brecht.


Szenario: Jochen Voit
Zeichnungen: Sophia Hirsch
Dramaturgie: Jean-Baptiste Coursaud
Projektleitung: Susanne Ogan
Wissenschaftl. Beratung: Peter Deeg
Konzeption: erinnerungsort.de
Partner: Archiv der Akademie der Künste, Berlin
Archiv der Sozialen Demokratie, Bonn
Lektorat: Johann Ulrich
Verlag: avant

ERNST BUSCH – Der letzte Prolet ist Finalist beim Comicbuchpreis 2020 der Berthold Leibinger Stiftung.


Erscheinungsdatum: Frühjahr 2021



Eine Produktion von erinnerungsort.de
gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

www.erinnerungsort.de
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